Das war ja klar: Nach der Gluthitze am Wochenende stehen jetzt die Unwetter vor der Tür – die Spannung in der Atmosphäre entlädt sich in Gewittern. Nur können die auch durchaus heftiger ausfallen: Aktuell gibt es eine amtliche Unwetterwarnung für Mainz, sowie für die gesamte Region nördlich und östlich von uns – also inklusive Wiesbaden, Frankfurt und bis Limburg und Bad Homburg. Gewarnt wird vor heftigen Gewittern mit Starkregen und Hagel.

Unwetterwarnung für Mainz und die Region Richtung Norden. - Screenshot: gik
Unwetterwarnung für Mainz und die Region Richtung Norden. – Screenshot: gik

Das ganze Wochenende über hatte Mainz ja unter einem wahren Glutofen gelegen, 40 Grad waren das mindeste, was da auf den Thermometern stand. In der Innenstadt stand die Luft, ein beißender Gestank verriet: Auch die Ozonwerte waren hoch. An der offiziellen Messstelle in Mainz-Mombach wurde an gleich vier Tagen der Grenzwert von 180 Mikrogramm Ozon überschritten – das gab es lange nicht mehr. Ozon ist ein Reizgas, das zu Atemwegsbeschwerden und Allergieanfällen führen kann und die Schleimhäute reizt.

Für diese Woche sagen die Meteorologen das Ende der Glutofenhitze und die Rückkehr zu normalen Sommertemperaturen voraus, doch vor die Abkühlung hat die Atmosphäre die Gewitter gesetzt. Schon in der Nacht zu Montag zog ein erstes kleines Gewitter über Mainz und brachte ein wenig Regen und kühlere Temperaturen – dich das war noch nicht alles. Aktuell gilt eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für die Morgenstunden.

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Unwetterfront von Frankreich: Starkregen, Hagel möglich

Der Grund: Von Frankreich her zieht eine Unwetterfront heran, und die hat starke Gewitter im Gepäck. Gewarnt wird deshalb vor heftige Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 35 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Dabei kann es auch zu Hagel kommen – und zu heftigen Sturmböen mit Geschwindigkeiten von um die 70 Kilometer pro Stunde.

Das Regenband mit Unwettern, das am Montagmorgen von Frankreich hereinzieht. - Quelle: Regenradar Wetter Online, Screenshot: gik
Das Regenband mit Unwettern, das am Montagmorgen von Frankreich hereinzieht. – Quelle: Regenradar Wetter Online, Screenshot: gik

Wer also noch das Plantschbecken draußen hat, oder anderes ungesichertes Mobiliar – jetzt ist der Moment, es spätestens reinzuholen und zu sichern. Im Fall eines Gewitters bitte nicht mehr draußen rumlaufen, es drohen Blitzschlag sowie herabfallende Äste. Und haltet auch mal ein Auge auf die Gullis in Eurer Umgebung: Wenn die verstopft sind, oder zu verstopfen drohen, bitte eingreifen oder den Wirtschaftsbetrieb der Stadt Mainz anrufen! Sonst kann eine kleine Überschwemmung schnell die angrenzenden Keller heimsuchen.

Die Unwetterwarnung gilt übrigens bis etwa 9.00 Uhr am Morgen, dann sollte das Regenband von Frankreich aus durchgezogen sein. Auch im Laufe des Montags kann es aber immer wieder noch zu Regen oder Gewittern kommen. An einem Ort in Rheinland-Pfalz begrüßt man das sicher ganz besonders: Am Rotenfels oberhalb der Nahe bei Bad Münster am Stein brennt derzeit ein ganzes Naturschutzgebiet, nachdem dort ein Brand alte Weltkriegsmunition im Boden zum Explodieren gebracht hatte.

Der Waldbrand war am Sonntag außer Kontrolle geraten, die Gemeinde Traisen musste vollständig evakuiert werden – alles dazu findet Ihr hier in dem Liveblog des SWR. Allerdings befüchten die Feuerwehrleute vor Ort, dass auch die anrückenden Unwetter den Waldbrand nicht werden löschen können – dafür wird es wahrscheinlich nicht genug regnen, so dass die Nässe nicht bis zum Boden vordringt oder ihn durchfeuchten kann.

Info& auf Mainz&: Die amtliche Unwetterwarnung findet Ihr auch hier beim Deutschen Wetterdienst im Internet.