Schon zum 10. Mal laden Kirchen in der Mainzer Innenstadt zu einer wahrhaft magischen Nacht: An diesem Freitag, den 04. September 2026, findet wieder die „Nacht der offenen Kirchen“ statt. Mit dabei sind in diesem Jahr zehn Kirchen, das Motto lautet in diesem Jahr „Sehnsucht“ – dazu gibt es Musik, Kunst, Inspirationen oder einfach Begegnungsräume zum Verweilen, Staunen und Mitmachen.

Bei der "Nacht der Offenen Kirchen" können die Besucher oft magische Lichtspiele in den Kirchenräumen erleben - wie hier in der Christuskirche in Mainz. - Foto: Juliane Diehl
Bei der „Nacht der Offenen Kirchen“ können die Besucher oft magische Lichtspiele in den Kirchenräumen erleben – wie hier in der Christuskirche in Mainz. – Foto: Juliane Diehl

Alle zwei Jahre laden die Kirchen in der Mainzer Innenstadt zur „Nacht der offenen Kirchen“ ein, inzwischen findet die Nacht zum 10. Mal statt. Das Programm ist inzwischen allerdings etwas zusammengeschrumpft: Machten 2016 noch 19 Kirchen und Kapellen in ganz Mainz mit, so sind es in diesem Jahr „nur“ noch zehn Kirchen, die ihre Tore öffnen. Magisch wird die Nacht trotzdem, denn die Nächte in den alten Gotteshäusern werden oft mit besonderen Lichtinstallationen flankiert, dazu mit viel Musik und besonderen Erlebnissen.

Das gemeinsame Motto in diesem Jahr ist „Sehnsucht“, die Besucher erwarte „ein vielfältiges Programm, das zum Verweilen, Staunen und Mitmachen einlädt“, heißt es in der Vorankündigung des Evangelischen Dekanats Mainz, und weiter: „Ganz gleich, ob gläubig, suchend oder einfach neugierig – alle sind willkommen, Kirchenräume einmal aus einer ganz neuen Perspektive zu entdecken und ihre besondere Atmosphäre zu erleben.“

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Technologie und Sakrales, Hildegard von Bingen und Erkanbald

Dabei hat jede Kirche ihre ganz eigene Handschrift: In St. Ignaz verbindet sich Jazz mit Spiritualität zu einem „außergewöhnlichen musikalischen Erlebnis“, heißt es im Vorfeld – tatsächlich besitzt die Ignazkirche ganz hinten in der Mainzer Altstadt einen ganz besonderen Zauber, der sich gerade bei Nacht in der reich geschmückten Kirche voll entfaltet. Die Augustinerkirche wiederum bringt Technologie und Sakrales zusammen – mittendrin begegnen die Besucher der berühmten Hildegard von Bingen.

Der Alte Dom St. Johannis bei der Mainzer Museumsnacht 2025. - Foto: gik
Der Alte Dom St. Johannis bei der Mainzer Museumsnacht 2025. – Foto: gik

Wenige Schritte weiter, vorne am Leichhof, bietet der Alte Dom St. Johannis erneut mit bunten Lichtspielen Bewegung und Farbe auf die historischen Mauern, im Fokus steht hier dabei die Jugend. Das Alte Dom ist ohnehin einen Besuch Wert, kann man hier doch weiter die unglaubliche Ausgrabungsgeschichte einer der ältesten Kirchen Deutschlands bestaunen, dazu den Sarkophag von Erzbischof Erkanbald, dem Nachfolger des legendären Willigis.

Dessen Dom, der Dom St. Martin, wartete gleich gegenüber, und wird am Freitagabend vom Domchor mit seinem Gesang erfüllt. St. Quintin wiederum, die Kirche an der Ecke von Schusterstraße und Quintinstraße, widmet sich der „Sehn-Suche“, und lädt dazu ein, persönlichen Fragen und Sehnsüchten nachzuspüren. Wenige Schritte weiter steht die Kirchenruine von St. Christoph, einst Taufkirche von Johannes Gutenberg und heute Mahnmal gegen den Krieg – hier können sich die Besucher gemeinsam mit dem Netzwerk Trauer selbst eine wohltuende Trostsalbe herstellen.

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LutherBrass testet Musikwissen in St. Peter: Musik-Bingo

Direkt dahinter, in der „Hinteren Christofsgasse“, liegt etwas versteckt die Josefskappelle, hier richten am Freitagabend die „Churches for Future“ den Blick auf die Zukunft und fragen: Wie kann eine gute Zukunft für unsere Erde aussehen? Das war aber immer noch nicht alles: In der Barockkirche St. Peter vorne an der Großen Bleiche können die Besucher bei einer „Hitster®“-Variante“ mit Livemusik von lutherBRASS ihr Musikwissen unter Beweis stellen. Beim Musik-Bingo mit „Mayence Acoustique“ wird aus Zuhören gemeinsames Mitmachen.

Die "Nacht der offenen Kirchen" bietet oft neue Blickwinkel und viel Magie. - Foto: Evangelisches Dekanat
Die „Nacht der offenen Kirchen“ bietet oft neue Blickwinkel und viel Magie. – Foto: Evangelisches Dekanat

Wer jetzt noch weiterwandern möchte, dem sei unbedingt ein Besuch der Christuskirche empfohlen: Sie verwandelt sich mit einer immersiven Kirchenraumbespielung in einen besonderen Erlebnisraum und lädt gemeinsam mit Yoga zum Innehalten und Verweilen ein, so die Ankündigung. Und wenige Schritte weiter, in der Adam-Karrillon-Straße lädt auch die Neuapostolische Kirche zu Musik und geistlicher Inspiration ein.

Natürlich ist der Eintritt in alle Kirchen frei, los geht’s um 19.30 Uhr mit dem offiziellen Startschuss und einem „gemeinsamen Impuls“ in St. Quintin. Den stimmungsvollen Abschluss bildet ein Nachtgebet um 22.45 Uhr – insgesamt sind die Kirchen am Freitagabend von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr geöffnet.

Info& auf Mainz&: Das vollständige Programm – auch zu Download – sowie alle Infos samt Lageplan der Kirchen findet Ihr hier im Internet unter www.kirchennacht-mainz.com.