Das alte Gutenberg Museum ist abgerissen, doch hinter dem Bauzaun am Mainzer Liebfrauenplatz herrscht derzeit Stillstand: Eine Baugrube ist nicht in Sicht, wo der Neubau des "Weltmuseums der Druckkunst" einmal hinkommen soll herrscht derzeit einfach nur Brachland. Die Gutenberg-Stiftung warnt nun, genau so könnte die Zukunft aussehen - hinter den Kulissen drohe "ein finanzielles und organisatorisches Fiasko" - es sei dringendes Handeln von Oberbürgermeister und Stadtspitze gefragt. Bei der Stadt Mainz heißt es, man verstehe die Bedenken sogar, aber an einer Neuaufstellung "sowohl baulich, didaktisch wie auch in der künftigen Trägerschaft" führe kein Weg vorbei.

Ende Mai 2025 startete der Abriss des maroden alten Schellbaus, bislang die Heimat des weltberühmten Gutenberg Museums in Mainz. Das Haus, das sich selbst "Weltmuseum der Druckkunst" nennt, erfüllte diese Anspruch schon lange nicht mehr: Der Schellbau aus den 1960er Jahren war marode, ins Dach regnete es rein, die Präsentation der historischen Bibeln und zahlloser anderer Zeugnisse der Druckkunst konnte man nur noch als hoffnungslos veraltet bezeichnen.
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