Es war die mit Spannung erwartete Endabrechnung der Untersuchungen zur Frage: Wer trägt die politische Verantwortung für die vielen Versäumnisse und die 136 Toten der Flutnacht im Ahrtal? Die Debatte am Freitag im Landtag wurde eine weitgehend ehrliche, und sie wurde eine stellenweise berührende. Am Ende räumte gar die Landesregierung erstmals überhaupt "Fehler auf allen Ebenen" ein. Doch eine Entschuldigung wird es nicht geben, weitere Entlassungen ebenfalls nicht - nun richtet sich der Blick auf die gerichtliche Aufarbeitung, denn diese Debatte ist noch nicht zu Ende: Ein Schlussstrich ist das nicht.

Der letzte Akt: Die Debatte über den Abschlussbericht zur Flutkatastrophe im Ahrtal am Freitag im Mainzer Landtag. - Foto: gik
Der letzte Akt: Die Debatte über den Abschlussbericht zur Flutkatastrophe im Ahrtal am Freitag im Mainzer Landtag. - Foto: gik

"Demut." Mehrere Sekunden lang ließ Martin Haller das Wort das Landtagsplanum in Mainz füllen, um dann fortzuführen: "Demut ist das Wort, das Gefühl, das für mich als Vorsitzender am Ende dieser nahezu drei Jahre Arbeit im Untersuchungsausschuss 'Flutkatastrophe' steht. Demut vor dem, was die Menschen in dieser schrecklichen Flutkatastrophe erlitten haben. Demut auch vor dem, was in und nach der Katastrophe geleistet wurde. Die Heldentaten, die übermenschliche Kraft, der unzerstörbare Wille zu helfen und zu heilen."

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"Bericht des Ausschussvorsitzenden" lautete der Tagesordnungspunkt an diesem Freitagmorgen im Mainzer Landtag, es hätte auch ein nüchterner, bürokratischer Bericht werden können. Doch der SPD-Abgeordnete Martin Haller, der drei Jahre lang den Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe im Ahrtal geleitet hatte, machte daraus einen eindringlichen Rückblick auf die Arbeit des Gremiums, auf die vielen beklemmenden Zeugenaussagen, die erschütternden Erkenntnisse des Versagens und auch auf die Ereignisse der Flutnacht selbst.

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